History

Ein Überblick über die wichtigsten Stationen meiner beruflichen Entwicklung.

1993

Mit 13 Jahren stand ich erstmals im Synchronstudio. Mein erster Termin führte mich zur Interopa Film GmbH nach Berlin-Neukölln.

Gemeinsam mit vielen anderen Kindern sprach ich in der schwedischen Kinderserie „Bert“, die im ZDF ausgestrahlt wurde. Dort entstand der Grundstein für das, was später mein Beruf – und mein Leben – werden sollte.

1994

Über eine Anzeige im Kinderferienpass wurde ich auf den Offenen Kanal Berlin aufmerksam und wurde kurz darauf Teil des Teams. Als Kindermoderator stand ich regelmäßig für die Sendung „Bubble Gum“ vor der Kamera. Einmal im Monat durfte ich moderieren oder als rasender Reporter unterwegs sein – meine ersten Erfahrungen vor und hinter dem Mikrofon.

1995

Mit 15 Jahren entwickelte ich meine erste eigene Fernsehsendung: Countdown! Ein Jugendmagazin, das im Offenen Kanal Berlin ausgestrahlt wurde und sich mit Themen beschäftigte, die uns damals wirklich bewegt haben. Ein Jahr später organisierte ich als Moderator der Sendung gemeinsam mit dem Jugendamt Berlin-Pankow ein Kinderfest unter dem Motto „Keine Macht den Drogen“ – mein erster Schritt, Medien nicht nur zu machen, sondern auch Verantwortung zu übernehmen.

2001

Im November 2001 begann ich beim FAZ-Businessradio 93.6 als Wettermoderator und Redakteur. In der täglichen Morgensendung zwischen 5 und 12 Uhr sprach ich Wetter- und Verkehrsmeldungen für Berlin und Brandenburg. Die Inhalte kamen direkt vom Ticker und mussten live, verständlich und präzise formuliert werden – meine erste intensive Schule im professionellen Sprechen.

2001

Kurze Zeit später wechselte ich innerhalb des FAZ-Businessradios in die Nachrichtenredaktion. Neben den klassischen Nachrichten sprach ich auch Beiträge und Reportagen. Da das FAZ-Businessradio nicht nur die eigenen Programme in Berlin und München belieferte, sondern auch als Nachrichtenlieferant für zahlreiche andere Sender fungierte, war meine Stimme in ganz Berlin zu hören – unter anderem bei 104.6 RTL, Energy 103.4, Spreeradio, 94,3 rs2 und dem Berliner Rundfunk 91.4.

2002

Nach der Abschaltung des FAZ-Businessradios am 31. August 2002 wechselte ich zum Berliner Rundfunk 91.4 und begann dort mein Volontariat in der Nachrichtenredaktion. Ich recherchierte, schrieb und moderierte die Nachrichten zur vollen und halben Stunde. Auf Wunsch des damaligen Programmdirektors wurde mein Vorname on air geändert – aus Jeffrey wurde „Jeff Wipprecht“. Eine Entscheidung, mit der ich mich nie wirklich anfreunden konnte.

2003

Am 11. April 2003 ereignete sich während meiner Nachrichtensendung beim Berliner Rundfunk 91.4 ein außergewöhnlicher Vorfall. In Berlin-Steglitz entführte ein Geiselnehmer einen Bus, nachdem er zuvor eine Bank in der Schloßstraße überfallen hatte. Kurz nach meiner 12-Uhr-Nachrichtensendung überschlugen sich die Ereignisse: Eilmeldungen liefen bei zahlreichen Fernsehsendern, als plötzlich ein Anruf im Studio einging. Am anderen Ende der Leitung meldete sich der Täter selbst mit den Worten: „Hier ist der Geiselnehmer aus dem Bus.“

2003

Ende 2003 zog ich von Berlin nach Halle (Saale) und wechselte zum Radiosender Sputnik des Mitteldeutschen Rundfunks. Dort war ich fester Bestandteil der Morgensendung und versorgte die Hörerinnen und Hörer täglich mit aktuellen Nachrichten und informativen Beiträgen. Für Reportagen reiste ich durch Deutschland und berichtete unter anderem vom Deutschen Fernsehpreis in Köln.

2004

Nach meinem Wechsel ins Funkhaus Halle arbeitete ich bei 89.0 RTL und Radio Brocken als Nachrichtensprecher und Moderator. Ich moderierte die Nachrichten sowohl in der Früh- als auch in der Spätschicht und sammelte dabei umfangreiche On-Air-Erfahrung.

Parallel entwickelte ich gemeinsam mit der Programmredaktion eine Radio-Comedy, die es schließlich ins reguläre Programm schaffte.

2005

Nach dem Umzug von Halle (Saale) nach Magdeburg wechselte ich in die Nachrichtenredaktionen von Rockland und Radio SAW. Dort arbeitete ich als Nachrichtensprecher und Redakteur. Parallel sprach ich meine ersten Radio- und Fernsehwerbespots und legte damit den Grundstein für meine spätere Arbeit als professioneller Sprecher.

2006

Nach meiner Rückkehr nach Berlin gründete ich gemeinsam mit Mark Schubert, Steffen Brenner und Jakob Kalus die Produktionsfirma PodcastFabrik. Dort entstand die erste deutsche Podcast-Novela "Liebe im ersten Semester". Über mehr als ein Jahr wurden in Kooperation mit Partnern wie Vita Cola und der Sparkasse rund 8.000 Minuten Hörspiel produziert – mit namhaften Sprecherinnen und Sprechern aus Film, Fernsehen und Synchron. Im Anschluss verlagerte sich der Fokus auf Videopodcasts und dokumentarische Formate, darunter eine Produktion über den Turner Fabian Hambüchen in Zusammenarbeit mit Henkel.

2008

Gemeinsam mit Schauspieler Dominic Boeer produzierte ich im Auftrag des ZDF eine dreiteilige Wahldokumentation zur US-Präsidentschaftswahl. Mit einem Wohnmobil reisten wir rund 6.000 Kilometer durch acht US-Bundesstaaten und sprachen mit Menschen vor Ort über ihre Erwartungen und Hoffnungen im Vorfeld der Wahl Barack Obamas. Die während der dreiwöchigen Reise entstandenen Beiträge wurden täglich nach Mainz übermittelt und noch während der Tour im Fernsehen ausgestrahlt.

2009

Mein Fokus verlagerte sich wieder stärker auf die Film- und Fernsehsynchronisation. Ich wirkte in zahlreichen Kino- und Fernsehproduktionen sowie Serien mit und baute meine Arbeit als Synchronsprecher konsequent aus. Parallel etablierte ich mich als Werbesprecher und war in größeren nationalen Kampagnen zu hören.

2011

Gemeinsam mit der Softwarefirma Apps2go, der Logopädin Ulrike Völger und dem Synchronsprecher Dietmar Wunder entstand die erste Logopädie-App Deutschlands: Besser Sprechen.

Was mit über 150 Übungen begann, ist heute eine umfangreiche Trainingsplattform mit mehr als 500 Übungen sowie zusätzlichen Analyse- und Trainingsformaten im Stimmlabor inklusive Stimmcheck.

Seit 2025 wird Besser Sprechen mit der neu gegründeten Speakz Media GmbH intensiv weiterentwickelt und kontinuierlich ausgebaut.

2013

Im Dezember erschien das Kinderhörspielmusical „Minas Abenteuer“, das ich gemeinsam mit dem Synchronsprecher Christian Zeiger entwickelte. Besonderes Merkmal war die eigens produzierte App, die das Hörspiel mit zahlreichen Illustrationen von Christian Lindemann visuell erweiterte. Das Hörspiel erschien bei DAV – Der Audioverlag und vereinte viele bekannte Stimmen aus Film, Fernsehen und Hörspiel.

2014

Neben meiner Arbeit als Synchronsprecher begann ich, Dialogbücher für Film und Serie zu schreiben. Dabei geht es darum, Texte so zu formulieren, dass sie lippensynchron sind und dennoch natürlich klingen. Je nach Genre und Umfang entsteht ein Spielfilm-Dialogbuch in mehreren intensiven Arbeitstagen.

2015

Ich wurde erstmals als Synchronregisseur für eine Serienproduktion engagiert. Seitdem arbeite ich regelmäßig im Synchronstudio und begleite Sprecherinnen und Sprecher bei der Entwicklung ihrer Rollen.

Im Fokus stehen dabei Timing, Betonung und emotionaler Ausdruck, damit Dialoge präzise zur Bildsprache und zum Spiel der Originaldarsteller passen.

2015

Ich trat der Agentur So&Anders bei und wurde kurz darauf das Gesicht des Paketdienstleisters dpd. Das Besondere der Kampagne: Mein Foto wurde auf die dpd-Zustellungsbenachrichtigung gedruckt – eine Papierkarte, die täglich hunderttausendfach bundesweit verteilt wird. Diese Karte ist bis heute im Einsatz.

2025

Gemeinsam mit Vincent Borko gründete ich die Speakz Media GmbH, ein Unternehmen zur Entwicklung digitaler Produkte rund um Stimme, Sprache und Medien. Mit der Gründung ging auch die seit 2011 etablierte App Besser Sprechen in das Eigentum der GmbH über. Sie wird aktuell grundlegend weiterentwickelt – mit neuen Funktionen, modernisiertem Design und erweiterten Inhalten.